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Unterföhringer Geflüchtete auf dem München Marathon

Am Sonntag den 08. Oktober 2017 fand der 32. München Marathon statt. Trotz kaltem Wetter hatten sich 21.000 Teilnehmer versammelt, um gemeinsam quer durch München zu laufen. Mit dabei: Eine Gruppe von insgesamt acht Geflüchteten aus Unterföhring.

Die jungen Männer aus Afghanistan und Eritrea waren größtenteils in der 10 km Gruppe mit am Start. Organisiert wurde die Einladung von der Hilfsorganisation CARE, die unter dem Motto „laufend Integrieren“ Geflüchtete verschiedener Münchner Stattteile dazu motiviert hatte, am Marathon teilzunehmen. Ein besonderer Dank geht hier auch an den Flughafen München, der die Laufausrüstung für die Jungs sponserte, sowie an die Seniorengruppe Unterföhring, die ihren Bus zur Verfügung gestellt hat, um die Läufer gemeinsam zum Startpunkt zu transportieren. Zusätzlich unterstützt wurden die acht Jungs von dem Unterföhringer Sebastian Sparwasser, der als Deutscher eine zusätzliche Nationalität in das Multikulti-Team brachte.

Der schnellste aus der Gruppe der 10 km Läufer war ein Bahabolom Msgna, ein 19jähriger Eritreer. Der Afghane Kazim Ghulami schaffte es sogar, die vollen 42,195 km – die längst mögliche Strecke des München Marathon – in nur 4 Stunden zu laufen!

Aber auch alle anderen jungen Männer schafften die 10 km bis zum Ziel, wenn auch einige am Ende außer Atem waren. Unterstützt wurden sie von den Anfeuerungsrufen anderer Geflüchteten und Unterföhringer Bürger, die gekommen waren, um ihre Freunde zu unterstützen. Insgesamt war es ein rundum gelungener Sonntag, der zeigt, dass Sport und gemeinsame Erfolgserlebnisse großartige Möglichkeiten sind, um Integration voranzutreiben.

Demo in München: ES REICHT! Ausbildung und Arbeit statt Abschiebepolitik!

Der Flüchtlingsrat Bayern informiert:

Ein breites Bündnis von Inititativen lädt ein:

Bayernweite Demo am Samstag, 24. Juni 2017 in München Auftakt Marienplatz 13:00 Uhr
Schlusskundgebung vor der Bayerischen Staatskanzlei

Es wird demonstriert gegen die Abschiebepolitik gegenüber Menschen aus Afghanistan, Ausbildungs- und Arbeitsverbote für Menschen mit sogenannter geringer Bleibeperspektive und die Auswirkungen auf Ingetrationsmaßnahmen, besonders auch in den Helferkreisen.

Nähere Informationen finden sich auf der Webseite von Münchner Freiwillige – Wir Helfen e.V.

Aktionstag: Sport ist MehrWert!

Schön war ’s beim Aktionstag:

Wie in der vorigen Woche schon angekündigt, waren 15 unserer sportbegeisterten Bewohner der Notunterkunft am 29. Oktober beim Aktionstag Sport ist MehrWert in München. Möglich gemacht hatte die Teilnahme an diesem Event der Bayerische Landes-Sport-Verband, oder kurz BLSV, als Begleiter war neben Wolfgang Kastl und Heli Kraus auch Hans Uretschläger dabei in der Fürst-Wrede-Kaserne in München-Neuherberg,

Der Aktionstag war der erfolgreiche Auftakt des bayernweiten integrativen Projektes der Stiftung Wertebündnis Bayern. Eine ausführliche Berichterstattung und viele tolle Bilder findet man auf der Webseite der BLSV: Man sieht, die Teilnehmenden hatten wirklich richtig Spaß am Miteinander! (mehr …)

Aktionstag Sport ist MehrWERT

Am Samstag, dem 29.Oktober 2016 organisiert der BLSV ein Gemeinsames Sporttreiben für Flüchtlinge aus der Region in der Fürst-Wrede-Kaserne München.
Geboten werden dort Aktionen wie Fußball, Slacklining oder Cross-Golf.
Dabei sein dürfen 15 Flüchtlinge aus Unterföhring, die sich bisher im Sport mit großem Engagement eingebracht haben und hier nun auch neue Sportarten ausprobieren dürfen.
Ein herzliches Dankeschön möchten wir als Helferkreis an den BLSV für die Organisation senden:
Unsere Teilnehmer und die Helfenden freuen sich sehr auf die Veranstaltung!

Arbeit finden: Die Jobbörse des Landratsamts!

Für Flüchtlinge ist es oft schwer, eine Arbeitsstelle zu finden, auch wenn diese schon eine Arbeitserlaubnis haben.

Um die Arbeitssuche zu erleichtern, bietet das Landratsamt den Service einer Jobbörse.

Die JobZENTRALE für den Landkreis München bietet mit JobNews einen aktuellen Überblick über die aktuell im Landkreis verfügbaren Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze (Lehrstellen) und Praktikumsplätze.

Täglich werden die Angebote aktualisiert, es lohnt sich also für Arbeitssuchende, hier täglich vorbeizuschauen.

Unter MyjobNEWS kann man sich einen Account anlegen und gezielt nach Arbeit, Berufsausbildung oder Praktikumsstellen suchen, die den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entspricht.

Diese Seite ist auch interessant für die Helfenden, die Flüchtlinge bei der Arbeitssuche unterstützen möchten, damit diese sich in absehbarer Zeit selbst alimentieren und an der Gesellschaft in Deutschland teilhaben können: Wenn man sich die Seite gemeinsam anschaut und – notfalls mit Wörterbuch – übersetzt, was es dort zu finden. bzw. zu suchen gibt, dann wird die Übersicht schon größer!

Man muss dabei aber natürlich auch berücksichtigen, dass es hier bei uns Berufsbezeichnungen gibt, die es so in einigen anderen Ländern gar nicht gibt, und umgekehrt – da muss dann vielleicht einiges erklärt werden.

Die Plattform bietet mehrere Möglichkeiten, nach Arbeit zu suchen:

  • jobNEWSBeruf: nach Berufsgruppen sortiert:

Hier kann man seinen Beruf(swunsch) eingeben und schauen, wo es Arbeitplätze gibt.

  • jobNEWSlokal: nach Städten und Gemeinden sortiert:

Man gibt seinen Ort (oder einen in der Umgebung) und schaut, welche Jobs es hier gibt, die zweite Frage lautet dann: Kann ich das (lernen)?

  • jobNEWSAnalyse: die Entwicklung des Arbeitsmarktes der letzten 12 Monate:

So eine Suche kann helfen, einen Job zu finden, der auch tatsächlich gebraucht wird: Gibt es in der Hitliste Dinge, für die jemand ausgebildet oder talentiert ist? Dann lohnt sich eine Arbeitssuche, bzw. die Suche nach einer Ausbildungsstelle, die zu einem passt.

Die Aussicht auf eine Ausbildung oder Arbeitsstelle kann auch sehr motivierend sein, sich mit dem Deutschlernen stärker zu beeilen – dann kann man nämlich eine bessere Arbeit oder Ausbildung finden, mit der man dann mehr Geld verdient als im Bereich der Ungelernten.

Und Schnupper-Praktika?

Die sind mehr als „Arbeiten ohne Geld“:

Sie ermöglichen den Kontakt mit Einheimischen, man lernt, wie hier Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe aussehen, lernt automatisch mehr Deutsch und kann sich bei den Kollegen abschauen, wie man viele Dinge im deutschen Alltag so macht und wie unser Miteinander funktioniert: Das ist alles andere als „umsonst“!

Und wenn man merkt: „Dieser Beruf ist nichts für mich!“, dann sind die Folgen eines Ausstiegs weniger groß als beim Abbruch einer Berufsausbildung.

Allen Arbeitsuchenden und dabei Helfenden wünschen wir viel Erfolg!