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Offener Gesprächskreis für Flüchtlinge und Helfende

 

Immer dienstags findet der Offene Gesprächskreis für Flüchtlinge und Helfende statt.
20.00 – 21.30 Uhr in der ev. Rafaelkirche, St.-Florian-Str. 3, 85774 Unterföhring

Interessierte sind herzlich eingeladen, uns kennenzulernen!

Helfer erzählen: Eindrücke beim Ortsspaziergang

Der Weg führte unsere Gruppe mit ca. 25 Flüchtlingen um den Feringasee zum dortigen Biergarten. Hier versuchten wir den Flüchtlingen die bayerische Gemütlichkeit zu erklären, was ein Biergarten ist. Dabei wurde ihnen ein wertvoller bayerischer Wortschatz vermittelt: „Habe die Ehre“ und natürlich das „Mia san Mia“.
Im weiteren Verlauf des Ortsrundganges kamen wir an der Kleingartenanlage vorbei und zeigten ihnen den Naturlehrpfad, worüber sich einige wunderten, dass es einen Naturlehrpfad braucht, um die Natur zu vermitteln. Ebenso überrascht zeigten sie sich über die Kinder-und Jugendfarm, die sie aber sehr interessierte und begeisterte.
Natürlich wollten die meisten von Ihnen wissen, wo der Fußballplatz in Unterföhring ist und hoffen darauf hier einmal spielen zu dürfen im „Unterföhringer Dreamteam“, wie es Einer zum Ausdruck brachte.
Ein besonders schönes Erlebnis war die Begegnung mit Unterföhringern am Feringasee, die sich spontan dem Rundgang angeschlossen haben, um in Kontakt mit den Flüchtlingen zu kommen. Auch die Begegnung mit den Isarfischern sollt nicht unerwähnt bleiben. Zunächst dachte ich, ob das nicht zu Problemen kommt, da sich viele der Flüchtlinge unterhielten, doch schnell wurde klar, wie man sich zu verhalten hat. Einer der Fischer drückte einem Flüchtling spontan die Angelrute in die Hand um auf dem „Bayerischen Ozean“, der Isar, sich zu versuchen einen Fisch zu fangen, was in der Kürze der Zeit natürlich nicht gelang.
Auch der Poschinger Weiher fand reges Interesse und Viele wollten beim nächsten Mal unbedingt auf den Schuttberg, um von dort die Aussicht zu genießen. Der Rundgang war für einige erst um 17.30 Uhr zu Ende, aber für alle Beteiligten war es wieder ein großes Erlebnis und ein schönes Miteinander. Auch haben die Flüchtlinge ihre Sprachfortschritte gezeigt, und immer wieder mussten wir die Frage beantworten „wie es uns geht“. Für die Helfer kam am Ende der Satz, wofür es sich lohnt, sich für die Flüchtlinge zu engagieren: Der Dank der Flüchtlinge war groß und einer brachte es auf den Punkt. „Today it was a great happiness!“

Helfer erzählen: Gottesdienst einmal anders

Am Abend war ich gestern mit dabei, als Herr Diakon Stolz von der Evangelischen Kirchengemeinde einen Gottesdienst in Englischer Sprache zelebriert hat. Einige Nigerianer und ein Iraker, Muslime waren gekommen, um Gottesdienst zu feiern. Der Muslime wollte unbedingt der Messe beiwohnen, um Erfahrungen zu sammeln, wie Christen eine Messe feiern.

Außerdem gestalteten die Flüchtlinge den Gottesdienst mit, in dem sie die Texte auf Englisch vortrugen. Es war eine tolle Atmosphäre.
Anschließend wurden alle Kirchgänger zu einem kleinen Abendessen eingeladen wobei sich nette Gespräche mit unseren neuen Einwohnern ergaben. Zu guter Letzt ließen es sich die Männer nicht nehmen, beim Abräumen und in der Küche zu helfen. Der Abend klang mit einem schönen gemeinsamen Gesprächs-und Gesangskreis aus.