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Viele Besucher beim Informationsstand des Helferkreises

Am Samstag, den 11.06.2016 konnten sich interessierte Bürger am Informationsstand des Unterföhringer Helferkreises ‚Gemeinsam für Flüchtlinge‘ im Bürgerhaus über dessen Aufgaben informieren.

Auch aufgrund des offenen Tages der Musikschule fanden viele Familien den Weg in das Bürgerhaus, wo die jüngeren Kinder Flaggen der Herkunftsländer ausgemalt haben und die etwas älteren an einem Quiz teilnehmen durften. Wir freuen uns mit den Gewinnern!

„Unsere Aktion ist gelungen. Wir wollten damit Unterföhringer Familien ansprechen und nun sehe ich unsere Luftballons überall auf den Straßen. Prima!“, resümierte Vereinsvorstand Thomas Weingärtner.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht persönlich informieren konnten, finden Sie ausgewählte Fragen und Antworten im Folgenden:

Was macht der Helferkreis in Unterföhring?
Unsere Aufgabe ist es, Brücken zwischen der Unterföhringer Bevölkerung und den Flüchtlingen zu bauen. Wir sind Wegweiser, Unterstützer, Aufklärer, Türöffner und unterstützen die Flüchtlinge sich mit unserer Kultur und der Sprache zu Recht zu finden, aber ihnen auch Perspektiven zu geben.

Aktuell liegt ein Schwerpunkt der derzeitigen Tätigkeit in der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen für die Flüchtlinge zur Vermittlung von Praktika und 1-Euro-Jobs und die Suche nach Wohnungen.

Bitte finden Sie hier unsere Organisationsstruktur und die Beschreibung der einzelnen Teams.


Wie kann ich als Unterföhringer Bürger in der aktuellen Situation helfen?
Der Helferkreis hilft den Flüchtlingen derzeit, Profile zu erstellen, die ihnen den Einstieg in die Arbeitswelt, sei es in ein Praktikum, in einen 1€-Job oder vielleicht sogar in eine Festanstellung ermöglichen. Sollten Sie von einem Betrieb oder einer gemeinnützigen Organisation wissen, dass Arbeitskräfte benötigt werden, dann schreiben Sie uns bitte: info@fluechtlingshilfe-unterföhring.de.

Das zweite große Thema ist die Suche nach Wohnungen. Auch hierbei wären wir für Ihre hilfreichen Hinweise dankbar.

In unserem Sachspendenlager an der Föhringer Allee 5 ist die Sommerkleidung in kleinen Männergrößen knapp geworden. Sonnenschirme inklusive Ständer zur Beschattung der Außenflächen vor der Notfallunterkunft in der Mitterfeldallee wären sehr hilfreich, wenn jetzt demnächst der Sommer doch noch kommt: Haben Sie einen übrig? Die Öffnungszeiten des Sachspendenlagers finden Sie hier.

Des Weiteren suchen wir Helfer für das Café Miteinander, das jeden Montag von 14-18 Uhr im Kath. Pfarrzentrum stattfindet. Hier geht es hauptsächlich darum, da zu sein und Flüchtlinge und Unterföhringer Bürgerinnen und Bürger zusammen zu bringen.

Wie viele Flüchtlinge sind derzeit in der Unterkunft an der Mitterfeldallee?
Derzeit wohnen rund 250 Flüchtlinge in der Unterkunft an der Mitterfeldallee. (Quelle: Landratsamt München)

Aus welchen Herkunftsländern kommen unsere Flüchtlinge?
Die meisten Menschen kommen aus Ländern wie Afghanistan, Pakistan, Syrien, Eritrea, Nigeria oder Somalia. (Quelle: Landratsamt München)

Kommen irgendwann auch Flüchtlings-Familien nach Unterföhring?
Das ist schwer zu sagen. Derzeit werden dem Landkreis so gut wie keine Familien zugewiesen. Wie sich die Flüchtlingsströme weiter entwickeln, ist schwer einzuschätzen. (Quelle: Landratsamt München)

Wie lange bleibt die Notfallunterkunft noch?
Die Traglufthalle soll Ende November geschlossen werden. (Quelle: Landratsamt München)

Wann können die Flüchtlinge in der Bauhofstraße einziehen?
Derzeit ist der genaue Fertigstellungstermin des Objektes noch nicht bekannt. (Quelle: Landratsamt München)

Welchen Beschäftigungen gehen die Flüchtlinge nach?
Unser Team Sport konnte derzeit ca. 170 Flüchtlinge in verschiedenen Sportarten wie Fußball, Volleyball, Schwimmen etc. organisieren. Wir führen Sprachangebote für mehr als 200 Flüchtlinge durch. Einzelne haben sogar bereits Praktikumsplätze oder 1-Euro-Jobs gefunden, einer studiert an der TU München in einem Refugee-Programm.

Sollten Sie weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren: info@fluechtlingshilfe-unterfoehring.de.

Allianz – Sachspenden

Die Allianz Mitarbeiter hatten in den letzten Wochen intern Koffer und Taschen gesammelt. Diese wurden am 06. Mai von Helfern vom Team Sachspenden in zwei Transportern abgeholt.Insgesamt waren vier Paletten Koffer und 22 Kartons mit Taschen zusammen gekommen.

Dank der sehr guten Vorbereitung und der tatkräftigen Unterstützung vor Ort seitens der Allianz, ging die Übergabe schnell.

Schon beim Abladen am Sachspendenlager wurden bereits die ersten Koffer von zufällig vorbeikommenden Flüchtlingen reserviert und am Samstag an die Bewohner der Traglufthalle übergeben.

An dieser Stelle vielen Dank an die Helfer vom Team Sachspenden und an die Allianz.

Neues Team bringt riesige Freude

Dank zweier ausgebildeter Schwimmlehrer unter den Flüchtlingen konnte der Helferkreis nun auch ein Schwimmteam bilden. In den Pfingstferien führte Helmut Kraus als Leiter dieses Teams daher erstmals einen dreitätigen Kurs für die Nichtschwimmer unter den Immigranten durch.

Das Interesse war sehr groß, aber leider konnten nur 15 von ihnen mit dabei sein.

In der Lehrschwimmhalle des Städtischen Willi-Graf Gymnasiums, die Erlaubnis zur Benutzung holte Karl Gierlinger ein, wurden zwei Gruppen gebildet. Einige hatten schon, ich nenn es mal „Plansch- und Paddel“-Erfahrung, die könnten sich wohl notfalls über Wasser halten. Die übernahm Coach Mowaffak Sulaiman und musste ihnen eben dieses Planschen erst mal abgewöhnen.

Die Anderen waren absolute Anfänger, da musste Schwimmlehrer Kamran Oloumi ganz von vorne anfangen.
Den Schwimmschülern war deutlich eine riesige, fast kindliche Freude sowie ein unbändiger Eifer anzumerken, auch bei jenen, die vielleicht erst noch etwas ängstlich waren. Nach der ersten Einheit war bereits ein deutlicher Lernerfolg sichtbar, am Ende waren zwar einige etwas erschöpft aber alle glücklich.

Und wenn das Wetter besser wird geht das Team mit ihnen an die örtlichen Seen. Frei nach dem Motto, „Kopf hoch und nicht untergehen“, und das durchaus im doppelten Sinne.

Ausgabe der Fahrräder an die Flüchtlinge

Am Freitag, 20. Mai, gab es im Bürgerhaus für Flüchtlinge zwei Info-Veranstaltungen des ADAC zum Thema „Verhalten im Straßenverkehr“. Wer teilgenommen hatte, konnte hinterher im Sachspendenlager an der Föhringer Allee 5 eines der knapp 50 gebrauchten, reparierten und fahrtüchtigen Fahrräder gegen ein Geldpfand erwerben.

Da strahlten die Gesichter – endlich mobil, endlich radeln – der Sommer kann kommen! Danke an dieser Stelle allen Helfern die bei der Reparatur der Räder mitgeholfen haben!

Denken an Mami

Am Samstag, dem 07.05., öffnete dann Maria Esther De la Vega das Törchen zum Garten des Ateliers Am Bahnhof 2: Bei schönstem Maiwetter fanden sich am Tag vor Muttertag unter einem vom Ortsverein der SPD geliehenen Pavillon 15 junge Männer aus Eritrea und Afghanistan ein, um zu malen.

Unter dem Motto „Grenzenlos: Mein Bild vom Hier. Für die Frau, die mir das Leben schenkte“ entstanden große Zeichnungen auf Papier und kleinformatige Acryl-Gemälde. Hauptmotive: Blumen, Herzen, Friedenstauben, aber auch eine schwarz-rot-goldene Hand, die der Mutter in die Heimat winkt.

Tische und Stühle hatte Frau Ha vom Thai-Imbiss Hamai gegenüber ausgeliehen. Obendrein überraschte sie die jungen Kreativen und die Helfenden zur Mittagspause mit zwei großen Schüsseln vegetarischer Frühlingsröllchen und Chili-Soße – die waren sehr lecker und schnell verputzt: Vielen Dank, das war sehr nett!
Karin Lange vom Team Freizeit und Kultur ergänzte den Imbiss zur Erfrischung mit Limo, Äpfeln und Melone. Einige Mitglieder des Helferkreises, aber auch Bekannte der Gastgeberin schauten vorbei für ein Schwätzchen und gutgelauntes Miteinander.

„Es war so schön zu sehen, wie gelöst und frei die jungen Männer beim Malen wurden! Und ich bin erstaunt, wie gut sie schon Deutsch verstehen und sprechen!“, schwärmte Maria Esther De la Vega nach der Veranstaltung.

Die entstandenen Bilder werden über den Sommer verwahrt und sollen am Jahresende versteigert werden, der Erlös wird an Gemeinsam für Flüchtlinge – Helferkreis Unterföhring gehen, um die Projekte für die Unterstützung der Flüchtlinge zu fördern: Herzlichen Dank auch hierfür!

Ein bisschen Heimat

Schon einige Male fand ein gemeinsames Mittagessen mit Gemeindemitgliedern und Flüchtlingen aus Unterföhring statt. An Christi Himmelfahrt war nun eine Gruppe aus Afghanistan an der Reihe mit traditionellen Gerichten aus ihrem Land zu glänzen.

Diakon Robert Stolz stellte gerne wieder die Räumlichkeiten im Gemeindezentrum der evang. Rafaelkirche in der St.-Florianstrasse zur Verfügung. Die nötigen Zutaten für geschätzte 50 Personen wurden teilweise sogar gratis von örtlichen Händlern am Vortag zur Verfügung gestellt.

Es ging eng zu in der kleinen Küche und es musste viel in improvisiert werden, so wurde z.B. der große Reiskocher kurzerhand draußen am Grillplatz aufgestellt. Abdullah behielt die Übersicht und fungierte quasi als Chefkoch. Wirklich sehr beeindruckend war mit welchem Einsatz und welcher Freude er und seine Koch-Kollegen am Werk waren.

Nach dem Gottesdienst dauerte es zwar etwas länger als geplant aber dann präsentierten die Flüchtlinge unter großem Beifall der Anwesenden das sehr appetitliche Ergebnis. Die Gäste, unter ihnen auch Thomas Weingärtner, langten ordentlich hin und holten immer wieder Nachschub bis das Buffet leergefegt war.

Die afghanischen Köche sahen das mit Freude, etwas erschöpft aber glücklich. Dieses Kochen bedeutete für sie nicht nur eine willkommene Abwechslung sondern eben auch ein Stück Heimat, hier in Unterföhring.

Zeit für mehr Solidarität

Am 1. Mai fanden zahlreiche Veranstaltungen in Bayern statt. Im Mittelpunkt der Maikundgebungen steht dabei die Forderung der Gewerkschaften nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit.

Der erste Beitrag des BR in seiner Reportage zu den Ereignissen des Tages berichtet aber über den Unterföhringer Maibaum und davon, dass unsere neuen Mitbürger bereits jetzt eine wichtige Rolle innerhalb unserer Traditionen spielen: Teilnehmen und Teilnehmenlassen – dann klappt `s auch mit der Integration, weil sie dann keine Einbahnstraße ist:

Auch das Retten von Maibäumen ist schließlich ein Zeichen der Solidarität mit der aufnehmenden Gesellschaft!

Hier gehts zum Film

Frühling macht auch Radl-Freude:

Manfred Rott vom Team Sachspenden hat zusammen mit Flüchtlingen inzwischen an die 40 alte Fahrräder repariert. Das Team Radlflüsterer am Firkenweg unterstützt den Helferkreis und die Flüchtlinge hier mit einer Verkehrstauglichkeitsüberprüfung und evtl. notwendigen Ergänzungen für die Verkehrssicherheit: vielen herzlichen Dank! So wird hier die Mobilität verbessert und der Bewegungsradius der jungen Männer größer. So werden wir hoffentlich bald die Fahrräder an die Bewohner der Notunterkunft herausgeben können. Wer sonst noch ein Fahrrad übrig oder Lust am Schrauben hat:

Der Helferkreis freut sich noch immer über helfende Hände:
info@fluechtlingshilfe-unterfoehring.de.

Hart aber (nicht immer) fair

Am letzten Samstagnachmittag fand auf dem Unterföhringer Kunstrasenplatz in der Isarau ein Fußballmatch zwischen unseren Flüchtlingen denen aus Pasing statt. Einige Spieler aus den beiden Orten kannten sich schon und kamen daher auf die Idee mal ein Freundschaftsspiel auszutragen.

Nur – so freundschaftlich ging‘s dann aber doch nicht zu.
Unsere Jungs kamen zwar schnell zum ersten Tor, aber die Gäste konnten genauso schnell ausgleichen. Vielleicht dadurch angespornt legten die Pasinger mit hartem Körpereinsatz und manchmal auch mit nicht so fairen Mitteln richtig los. Fouls im Strafraum führten dann auch zu einigen Elfmetern, auf beiden Seiten.

Nach der Pause wurde es für die Mannschaft aus der Traglufthalle auch nicht besser. Und so gab’s auf Unterföhringer Seite am Ende nicht nur eine 3:5 Niederlage sondern auch einige verletzte Spieler zu beklagen.
Ob die Freundschaften nach dem Spiel auch noch Bestand haben werden bleibt abzuwarten.
Ein Rückspiel wurde jedenfalls nicht vereinbart.

Von zarten Pflänzchen: Ein Bäumchen sagt „Willkommen!“

Am Freitag, 22.04.2016 waren eine Gruppe von Flüchtlingen und die Koordinatorinnen des Helferkreises, Ingrid Rothenbacher-Zänker und Kenya Taliani, in Begleitung von Susanne Skuballa eingeladen, das Kinderhaus an der Straßäckerallee 11 zu besuchen. Als wäre es bestellt gewesen, war das Wetter schön warm und sonnig, und so konnten die Kinder ihre Gäste im Garten empfangen.
Die – ganz großen! – kleinen Unterföhringer zeigten ihre Sympathie mit einem gesungenen Willkommensgruß, der von den Gästen mit einem eigenen Lied übers Kindsein, Liebe und Lernen erwidert wurde. Auch wenn der englische Text von den Kleinen nicht verstanden wurde, gab es großen Applaus! Die Kinder überreichten den jungen Männern ein Bäumchen, das liebevoll geschmückt und mit Zetteln voller guter Wünsche behängt war und große Freude verursachte: Ein grün-bunter Schmuck wird in der Notunterkunft bestimmt die Stimmung heben!

Eine kleine Unterföhringerin überreichte ein selbstgemachtes Buch mit Zeichnungen von allen Kindern. Auf dem Titelblatt ein Vers: „You may say I’m a dreamer … and the world will be as one“ (Vielleicht hältst du mich für einen Träumer … und die Welt wird einig sein)von John Lennon.
Und ausgerechnet so hieß auch der junge Mann, der es dankend entgegennahm. Seine Antwort: „Ich werde das jeden Tag lesen, denn mein Name ist ja auch John!“

Dann aber siegte in der frischen Frühlingsluft die Freude am Spiel: Die jungen Männer tobten mit den Kindern über die Wiese und spielten mit ihnen Fußball und Kreisspiele wie große Brüder mit kleinen Geschwistern. Ein schönes Bild, da waren sich die Erziehenden und die Helfenden einig: „Wie große und kleine Welpen!“.

Die Kinder haben sich dann noch gewünscht, dass die jungen Männer zum Jungen- und Mädchentag wieder ins Kinderhaus kommen: Die können ja so toll toben und Fußball spielen!

Hier sprießen Wurzeln, aber nicht nur die des Bäumchens.