Am vergangenen Samstag feierten beinahe 100 Menschen – Helfer und Helferinnen aller Altersklassen, Geflüchtete, aber auch Politik- und Gemeindevertreter – im Feststadl am Etzweg das 10-jähriges Jubiläum des Helferkreises Unterföhring.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Dagmar Hoffmann, der Vorsitzenden des Vereins, und einem Grußwort von Landrat Christoph Göbel, berichtete Jamal Rahman, der Autor von „Der Mann ohne Muttersprache“, recht kurzweilig über die Voraussetzungen für gelungene Integration. Anschließend skizzierte Dagmar Hoffmann, die Entwicklung des Helferkreises von den turbulenten Anfängen in der Traglufthalle bis zum jüngsten Umzug von Spendenlager und Radlwerkstatt in die Föhringer Alle 19.
Sie sprach von den enormen Herausforderungen, die bewältigt werden mussten, aber auch von der guten Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und der unermüdlichen Unterstützung durch die Menschen im Ort – ohne die Probleme zu unterschlagen, die es immer wieder gab. Sie schloss mit einer beachtlichen Erfolgsbilanz unserer Arbeit, ein Thema, das auch Bürgermeister Kemmelmeyer in seiner Rede wieder aufnahm. Er betonte, wie sehr die Gemeinde von der erfolgreichen Arbeit des Helferkreises profitiert, und verwies noch einmal auf die Auszeichnung, mit der der Verein 2022 gewürdigt wurde.
Dann gab es ein sehr leckeres multikulturelles Festmahl, das von Köchen und Köchinnen aus Afghanistan, Syrien und Unterföhring zubereitet worden war.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war eine Performance, in der von 7 Bewohnern der Bauhofstraße und 3 Helferinnen die Antworten Geflüchteter auf Fragen zu ihrer gegenwärtigen Situation verlesen wurden: neben ganz praktischen Problemen wie dem Wunsch nach einer bezahlbaren Wohnung kam auch die Sorge um die Familie zu Hause oder die Einsamkeit in der neuen Kultur zur Sprache. Am Ende stand ein großes Dankeschön an den Helferkreis.
Vor dem Nachtisch, ein hervorragender von der Gemeinde gestifteter Kuchen, der vom Bürgermeister persönlich verteilt wurde, fand noch die Ehrung langjähriger Helfer statt.
Es war ein rundum gelungener Abend, von dem auch die letzten Gäste nach Mitternacht mit einem guten Gefühl nach Hause gingen.
Gloria Kotzor